Warum schlechte Laune und Heißhunger dieselbe Wurzel haben

Dein Ziel

Schlechte Laune, Heißhunger, das Gefühl dass das Umfeld schuld ist. Was dahintersteckt und was du tun kannst.


Kennst du das Gefühl, wenn du eigentlich ganz gut drauf bist und dann kommt irgendein Satz, ein Blick oder eine Situation und plötzlich ist die Stimmung im Keller? Du wirst gereizt, ziehst dich zurück oder greifst zu etwas Essbarem, obwohl du gar nicht hungrig bist. Und irgendwie ist dann der Partner schuld, die Kollegin oder einfach der ganze bescheuerte Tag.

Ich kenne das sehr gut. Und ich habe lange gebraucht um zu verstehen, was da wirklich passiert. Schlechte Laune und Heißhunger sehen auf den ersten Blick wie zwei völlig verschiedene Probleme aus, aber sie haben oft dieselbe Wurzel.

Was wir oft denken

Wir warten darauf, dass das Umfeld stimmt, damit wir uns endlich gut fühlen dürfen. Dass jemand uns lobt, dass endlich Ruhe einkehrt, dass die anderen sich mal anders verhalten. Und erst dann, so die stille Überzeugung, darf es uns gut gehen. Wenn das nicht passiert, brodelt es innen und wir suchen irgendetwas, das den Druck kurz rausnimmt. Das kann Essen sein, es kann schlechte Laune sein oder beides zusammen.

Was wirklich passiert

Harmonie entsteht nicht dadurch, dass das Umfeld stimmt. Sie entsteht in dir und strahlt dann nach außen. Wenn du mit dir selbst im Gleichgewicht bist, schwingen andere tatsächlich mit, nicht weil du sie manipulierst oder Harmonie vorspielst, sondern weil echte innere Ruhe eine ganz andere Wirkung hat als aufgesetzte Freundlichkeit.

Das bedeutet übrigens nicht, dass du alles gutheißen musst. Konflikte ansprechen und Grenzen wahren bleibt wichtig. Der Unterschied ist nur, dass du es aus einem stabilen Inneren heraus tust und nicht aus einem brodelnden.

Die Frage nach der Anerkennung

Ein großer Teil davon hat mit Anerkennung zu tun. Wir wollen gesehen werden, von der Familie, dem Chef, den Freunden. Und wenn das Lob ausbleibt, fühlt sich das schnell wie ein Mangel an, wie ein stiller Beweis, dass wir nicht genug sind. Aber was, wenn dieser Mangel gar nicht von außen gefüllt werden kann? Was, wenn du dir diese Anerkennung einfach selbst gibst?

Eine ganz konkrete Praxis, die ich selbst nutze: Abends kurz innehalten und fragen, was mir heute gut gelungen ist. Mir sagen, was ich an mir mag, dass ich nett bin, dass ich mutig war, dass ich gut aussehe, dass ich heute einfach dabei geblieben bin, obwohl es schwer war. Kleine Dinge zählen dabei genauso wie große, nicht als Pflichtübung, sondern als echte Geste an dich selbst.

Und was hat das mit dem Essen zu tun?

Sehr viel. Das Ess-Kopfkino, dieses innere Rauschen rund ums Essen, ist oft am lautesten, wenn der innere Tank leer ist. Wenn Anerkennung fehlt, wenn die Stimmung kippt, wenn das Gefühl entsteht dass irgendetwas nicht stimmt, dann wird Essen zum Tröster, zum Belohnungssystem, zum kurzen Ausweg. Wer lernt, sich selbst zu geben, was sie sucht, braucht das Essen seltener für diese Aufgabe. Das ist kein Trick und keine schnelle Lösung, sondern eine Entscheidung, die du täglich neu treffen kannst.

Du brauchst niemanden, der dir dein gutes Gefühl herstellt, und niemanden, der es wegnehmen kann.

Wenn du das für dich angehen möchtest

Genau das ist ein Teil der Arbeit, die ich mit Frauen mache, nämlich herausfinden, was das Essen oder die schlechte Laune wirklich soll, und dann lernen, sich das auf anderem Weg zu geben. Wenn du neugierig bist wie das für dich aussehen könnte, schau gerne, wie wir zusammenarbeiten können.
Hier kannst du unverbindlich Kontakt mit mir aufnehmen Kontakt – wohlfuehlen-leicht-gemacht

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